24 | 06 | 2018

Sakramente

Die sieben Sakramente - Liebeserklärung Gottes in Worten und Zeichen 

 

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Die Taufe, die Firmung, die Eucharistie, die Beichte, die Krankensalbung, die Ehe und die Weihe.

... hier werden die Sakramente kindgerecht erklärt: Link zu YouTube

Neben der Verkündigung des Wortes Gottes ist die Spendung der Sakramente der wesentliche Auftrag der Kirche. Der Ablauf ist rituell geregelt. Sakrament (von lateinisch sacramentum für griechisch mysterion) bedeutet „religiöses Geheimnis“. So wie der Mensch eine Einheit von Leib und Seele ist, sind der äußerliche und innerliche Vollzug des Sakraments untrennbar und stehen in Wechselwirkung.

Die Taufe ist grundlegend und wird folglich als erstes Sakrament gespendet. Es gibt aber keine feste Folge der Sakramente, da sie ein organisches Ganzes bilden. Im Verlauf des Lebens können bis zu sechs der sieben Sakramente empfangen werden, in sehr seltenen Ausnahmefällen auch alle (Weihe und Ehe schließen einander aus). Die Sakramente können beispielhaft in drei Gruppen gegliedert betrachtet werden:

  • Die Sakramente der christlichen Initiation (Eingliederungssakramente, wer sie empfangen hat ist "vollgültiges" Mitglied der katholischen Kirche), d. h. Aufnahme in die Gemeinschaft:
    Taufe, Firmung und Eucharistie
  • Die Sakramente der Heilung:
    Buße und Krankensalbung
  • Die Sakramente des Dienstes für die Gemeinschaft:
    Weihe und Ehe

Einige Sakramente kann bzw. "muss" man nur einmal im Leben empfangen: die Taufe, die Firmung, die Ehe und die Weihe. Zum Empfang der Eucharistie, zur Buße (Beichte, Versöhnung) und zur Krankensalbung ist der Glaubende immer wieder eingeladen.

Die sieben Sakramente sind wirksame Zeichen der Liebe und Nähe Gottes. In ihnen ist Jesus Christus handelnd gegenwärtig. Die Kirche feiert in den Sakramenten die Geheimnisse ihres Glaubens und die Zuwendung Gottes zum Menschen. In den Sakramenten erinnern wir uns und bringen wir zum Ausdruck, dass Gott in dieser Welt gegenwärtig ist. Das lateinische Wort 'sacramentum' bedeutet u.a. 'feierlicher Treueeid mit Hilfe eines glaubwürdigen Zeichens'. In unwiederholbarer und unüberbietbarer Weise ist Gott uns in der Gestalt des Jesus von Nazareth nahe gekommen. An seinem Leben und Wirken können wir erahnen, wie Gott denkt und handelt. Deshalb können wir sagen: "Jesus ist das Ursakrament".

In der Kirche bleibt Jesus bis zu seiner Wiederkehr anwesend. Durch sie führt Christus sein Werk fort. Der Heilige Geist belebt die Kirche und leitet sie. So ist sie das Grundsakrament (auch Wurzelsakrament). Durch die Kirche werden diese Zeichen der Nähe Gottes vermittelt, die wir als die Sakramente bezeichnen.

Die Kirche hat den Auftrag, die Menschenliebe Gottes zu verkünden, zu tun und wirksam werden zu lassen. In den Sakramenten wird dies umgesetzt; durch Zeichen und Worte wird sichtbar, hörbar und greifbar, wie Gott durch Christus zu uns steht, uns liebt. Durch die Worte, die bei jeder Feier der Sakramente gesprochen werden, werden die Zeichen eindeutig als Zeichen der Liebe Christi erklärt; so wie ein Strauß Rosen zum Zeichen der Liebe oder Versöhnung wird, wenn ich ihn mit Worten oder einer Geste der Liebe überreiche.

Die Sakramente schließen das gesamte Leben eines Menschen ein. Sie sprechen in entscheidenden Situationen den Menschen an. Die Zahl 7, entstanden aus der Verbindung von 3 (Zahl Gottes/Dreifaltigkeit) und 4 (Zahl der Welt/4 Elemente, Himmelsrichtungen) bringt symbolisch zum Ausdruck, dass Gott in entscheidenden Situationen besonders nahe ist. Wir verdeutlichen dies mit alltäglichen Dingen wie Wasser, Brot, Wein, Salböl, Handauflegen, 'Ja-Sagen'. Wegen der besonderen Bedeutung dieser Situationen bedarf es einer Vorbereitung auf den Empfang und bei der Spendung der Sakramente des Festes und der Feier.